Sehenswürdigkeiten:

  • Das Glockenmuseum (Glockenmuseumsstr. 2) befindet sich in einer original erhalten gebliebenen Glockengießerwerkstatt aus dem Jahre 1790. In 121 Jahren wurden hier von den Glockengießerfamilien Ulrich mehr als 5000 Bronzeglocken gegossen.  1911 wurde die Gießerei stillgelegt und 1932 wurde ein technisches Museum darin eingerichtet. In der 100 m² großen, bruchsteinernen Werkstatt mit dem alten Schmelzofen erfährt der Besucher, wie eine Glocke entsteht. Es sind dort viele verschiedene Glocken zu bewundern, die älteste davon wurde 1311 von Mönchen gegossen.

  • Das Rathaus wurde 1543-63 erbaut. Seine 1563 erbaute, doppelläufige Freitreppe wurde erst 1913 überdacht. Im Ratskeller sind die Decken mit Kreuzgewölbe und an den Wänden hängen historische Bilder und alte Texte. Am Rathauseingang sind in den großen Steinblöcken noch die Zeichen der Steinmeister zu erkennen.


  • Ein altes Schulportal von 1614 ist am Schulhof (Thomaeplatz) gleich neben dem Rathaus zu sehen. Daran befindet sich eine alte Aufschrift: "Lernen kannst Du, mein Söhnchen, nicht ohne Hilfe des Lehrers, hin zum Lehrer darum begib dich eilenden Schrittes." und eine Thomae-Gedenktafel, die der Freyburger Bildhauer Harald Eckert 1983 schuf. Karl Thomae war von 1830-74 Schuldirektor in Laucha und gründete 1833 den Lauchaer Männerchor, den es heute noch gibt.

  • Die Marienkirche (Markt) wurde 1476-1496 gebaut und galt als eine der schönsten Kirchen Thüringens. Der Turm entstand 1498-1514; erst 1532 war der innere Ausbau beendet. 1690 ist der neue, 56 m hohe Kirchturm entstanden, der ursprünglich mit einer Türmerwohnung ausgestattet war. Nach dem großen Stadtbrand 1731 wurde Kirchendach und Kirchturm neu aufgebaut, 1957-59 renoviert und verändert.
    Die Kirche ist ein einschiffiger spätgotischer Bau. Im Inneren befindet sich u.a. das berühmte alte Steinbild des betenden Christus, volkstümlich der "Herrgott von Laucha" genannt, das aus dem 13./14. Jh. stammt. Der quadratische Westturm hat einen barocken Turmhelm und eine nach Nord und Süd geöffnete Vorhalle. Auf dem Kirchturm hängt heute noch die 1905 gegossene große Glocke der Gebrüder Ulrich.

  • Die 1112 m lange Stadtmauer aus dem 15. Jh. umgab die Stadt im Süden, Westen und Osten (im Norden bot die Unstrut Schutz) und besaß einst 3 Tore und 8-10 Bastionen. Die zum Teil gut erhaltene Mauer gibt der Stadt das mittelalterliche Gepräge. Erhalten sind heute noch 2 Bastionen und das spätgotische Obertor. Die guterhaltene Doppeltoranlage besteht aus einem
    spitzbogigen Außentor mit dem Lauchaer Stadtwappen sowie einem Zwinger mit starken Mauern, Treppen, Wehrgängen und einigen Zinnen. Die zweite Durchfahrt ist ein Torhaus, worin sich heute eine Heimatstube befindet.



  • Die Ober- und Unterpromenade, getrennt durch die Bahnhofstraße, verläuft an der Stadtmauer entlang. Der ehemalige Wallgraben wurde im 18. Jh. zugeschüttet und zunächst mit fruchttragenden Bäumen versehen. Der erste preußische Flurdezernent in Laucha, Gotthelf Carl Dietrich, ließ um 1832 die Promenade anlegen und mit Linden bepflanzen. Ende des 19. Jh. hat der Verschönerungsverein Laucha für die Fortführung des Weges vom Untertor bis zur Unstrut gesorgt. Der Vorsitzende, Lehrer Hermann Schröter, pflanzte mit seinen Helfern gegen den Willen des Rates der Stadt in einer Nacht 1912 Linden, die heute noch stehen.

  • Von der 1847 errichteten Unstrutmühle ist noch der Ziegelbau erhalten.

  • Sehenswerte Bürgerhäuser mit hübschen alten Portalen, z.B. das Bürgerhaus Obere Hauptstr. 37 mit einem rundbogigen Sitznischenportal aus dem 17. Jh
   
      
IMPRESSIONEN von der näheren Umgebung

  
 Schleuse Laucha
 Wehr Laucha
  
 Straße in die Weinberge
 Blick auf die Segelflugschule
  
 Blick ins Unstruttal
 Fahrt durch die Weinberge
  
 Tippi-Dorf Kirchscheidungen
 Unstrut bei Laucha
  
 Schloß Burgscheidungen
 Wehr Tröbsdorf bei Burgscheidungen
  
 Glocken's Eck
 Blick auf die Weinberge
  
 Laucha - Dorndorf
 Die Reben
  
 Weinberg unsere Empfehlung, ein Besuch beim
Weingut WÖLBLING in Laucha - Weischütz